Josef Krügl am 30.04.2024

Ptuj war wieder einmal eine Reise wert.

26. – 28. April 2024

Die Leiterin der AG Ptuj, Elisabeth Hübner, veranstaltete eine Vor­trags­rei­se des Kapu­zi­ner­chors unter der Lei­tung von Bern­hard Waas und dem Orga­nis­ten Hein­rich Wim­mer in die slo­we­ni­sche Part­ner­stadt Ptuj. Die Grup­pe beglei­te­ten Mit­glie­der SPV, der Pfar­rei St. Jakob und Pfar­rer Erwin Jaindl. Nach einer Stadt­füh­rung am Sams­tag­vor­mit­tag in Ptuj und der Mit­tags­pau­se ging die Fahrt nach Ptu­js­ka Gora. Auf einem Hügel ober­halb des Ortes steht die präch­ti­ge Basi­li­ka der Schutz­en­gel­ma­don­na. Die goti­sche Kir­che ist ein berühm­ter Mari­en­wall­fahrts­ort. Sie wird besucht von Wall­fah­rern nicht nur aus Slo­we­ni­en, son­dern auch von Gläu­bi­gen aus ganz Euro­pa.

 

Der Chor der Kapu­zi­ner­kir­che St. Anna Burg­hau­sen bot unter der Lei­tung von Bern­hard Waas und mit Hein­rich Wim­mer an der Orgel den zahl­rei­chen Zuhö­rern ein aus­ge­feil­tes Pro­gramm auf einem sehr hohen künst­le­ri­schen Niveau. Orgel­vor­trä­ge und Chor wech­sel­ten sich mit Wer­ken von J.S.Bach, Josef Gabri­el Rhein­ber­ger, Anton Bruck­ner, Tho­mas Gabri­el und James E. Moo­re ab. Höhe­punkt des Kon­zerts war eine Kom­po­si­ti­on von Hein­rich Wim­mer. Wim­mer ver­ton­te 2009 zur Wie­der­eröff­nung der Kapu­zi­ner­kir­che St. Anna in Burg­hau­sen auf Wunsch von Bern­hard Waas den ​„Son­nen­ge­sang des Fran­zis­kus von Assi­si“ für vier­stim­mi­gen gemisch­ten Chor a capel­la und Bari­ton-Solo. Die­ses sehr schwie­rig zu sin­gen­de Werk meis­ter­te der Chor auf bra­vou­rö­se Art. Uroš Saga­din aus Ptuj über­nahm den Part des Bari­tons und konn­te sich nach einer kur­zen gemein­sa­men Pro­be erfolg­reich in das Ensem­ble ein­fü­gen. Der Chor­ge­sang in Ver­bin­dung mit den son­nen­durch­flu­te­ten Kir­chen­fens­tern, wel­che die ein­zel­nen Sta­tio­nen des Son­nen­ge­san­ges zei­gen, war ein beson­de­res Erleb­nis. Chor und Orgel bil­de­ten eine Ein­heit, die Har­mo­nie der unter­schied­li­chen Stim­men war beein­dru­ckend. Der Chor über­zeug­te in all den dar­ge­bo­te­nen Wer­ken aus den unter­schied­li­chen Epo­chen mit sei­ner stimm­li­chen Aus­ge­wo­gen­heit. Das Publi­kum wür­dig­te die Auf­füh­rung mit lang anhal­ten­dem Applaus und ste­hen­den Ovationen. Der Tag klang mit einer Wein­pro­be in einem Win­zer­wein­kel­ler in der Umge­bung von Ptuj aus.

Am nach­fol­gen­den Sonn­tag fei­er­te Pfar­rer Erwin Jaindl in Kon­ze­le­bra­ti­on mit dem Pro­vin­zi­al des Mino­ri­ten Ordens, Pater Milan, die hei­li­ge Mes­se in der Mino­ri­ten Kir­che St. Peter und Paul in Ptuj. Musi­ka­lisch gestal­te­ten den Got­tes­dienst der Kapu­zi­ner­chor und Hein­rich Wim­mer an der Orgel mit der Mes­se C‑Dur von Anton Bruck­ner. Die zahl­rei­chen Got­tes­dienst­be­su­cher zeig­ten sich von der über­zeu­gend gestal­te­ten Kir­chen­mu­sik sehr ange­tan und dank­ten den Musi­kern mit einem lan­gen freund­li­chen Applaus.

Pater Milan lud alle Got­tes­dienst­be­su­cher zu einem klei­nen Steh­emp­fang in den Wein­kel­ler des Klos­ters. Eli­sa­beth Hüb­ner bedank­te sich mit einem klei­nen Gast­ge­schenk aus Burg­hau­sen. Klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten erhiel­ten von ihr auch Ptu­jer Bür­ger, die über vie­le Jah­re der Städ­te­part­ner­schaft Ptuj – Burg­hau­sen aktiv ver­bun­den sind. Mit einem typi­schen slo­we­ni­schen Mit­tags­es­sen wur­de der Kurz­auf­ent­halt in Ptuj been­det. Die Ein­bin­dung des Bari­ton Uroš Saga­din aus Ptuj in den Chor­ge­sang ist aus musi­ka­li­scher Hin­sicht eine wei­te­re Ver­stär­kung der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Ptuj und Burg­hau­sen. Ptuj war wie­der ein­mal eine Rei­se wert.


Text: Hart­mut Enders, SPV